Lukas Hollaus nutzt ITU-Triathlon in Tokyo für eine optimale Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2020!

Eine 14 tägige Vorbereitung in Japan und der Einsatz von viel technischem Equipment stand im Vordergrund beim olympischen Triathlonrennen in Tokyo 2019!
Die klimatischen Bedingungen mit Lufttemperaturen von weit über 30 Grad, einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit und vor allem ungewohnten Wassertemperaturen von um die 30Grad führten zum Entschluss, das Rennen nicht primär zum Punktesammeln zu nutzen. Ziel war es viel mehr, so viele Daten wie möglich zu sammeln, um mit diesen Erfahrungen eine optimale Vorbereitung für 2020 zu sichern.

Luki Hollaus wurde daher mit Body-Sensoren zur Erfassung der Körperkerntemperatur ebenso ausgestattet wie mit Puls-, GPS- und Wattmess-System, zusätzlich wurde die Strecke noch mit einer Kamera am Rad erfasst. Die ABIOS Technologie ermöglicht es uns nun auch sehr einfach all diese Daten sehr schnell zu synchronisieren und über den ABIOS-Daten-Player zu visualisieren. Luki kann sich daher nicht nur über das Video auf die Spiele im kommenden Jahr vorbereiten, wir können so das Training auch über die erfassten Daten noch weiter optimieren. Insbesondere die Datenfusion von Körpertemperatur und sonstiger Kennwerte zeigt auf wo noch Optimierungspotential vorhanden ist.

Zum Rennverlauf: Lukas konnte sich auf dem 2x750m Schwimmkurs in der ersten Runde eine sehr gute Ausgangslage sichern, in der zweiten Runde kam es leider wieder einmal zu einem Schlag der diesmal Lukis Nase erwischte und Luki kurzfristig aus dem Rhythmus brachte und den Schwimmrückstand leider größer als erwartet werden ließ.

Luki konnte aber mit einigen sehr guten Radfahrern den 2. Teil in Angriff nehmen. Eine kleine Unaufmerksamkeit beim Anschluss auf die Hauptgruppe kostete Luki dann jedoch nochmals viel Zeit, da so das Hauptfeld mit den schnellsten Läufern vorne weg war. Er befand sich dann sehr schnell in der Verfolgergruppe die jedoch Radrunde um Runde Zeit auf die sehr große Führungsgruppe verlor.

Mit einem Zeitrückstand von über 1:30 min konnte Luki dann den abschließenden 10km Lauf als 43. in Angriff nehmen. Dass die Form aber vorhanden war und Luki mit den Extrembedingungen sehr gut umgehen kann zeigte sich dann in einer tollen Aufholjagt: Er konnte auf den 4 Laufrunden kontinuierlich Gegner um Gegner einholen und landete schließlich auf Platz 24. Was ihm trotz Fokus „Testrennen“ sehr wertvolle 200 Olympiapunkte einbrachte und ihm im Ranking weiterhin einen sehr aussichtsreichen Platz (47.) sichert.

Last but not least ist das Ergebnis trotz angebrochener Nase und einem taktischen Fehler am Rad sehr zufriedenstellend. In einem Feld wo sich die absolute Triathlon Elite auf die Sommerspiele 2020 vorbereitet, mit Fokus Testrennen und einigen Problemen auf Platz 24 zu finishen zeigt die Möglichkeiten für das kommende Jahr auf.

Das in Tokyo angereiste ÖTRV-Elite Team wollte eigentlich noch am neu hinzugekommenen olympischen Bewerb dem Mixed-Team Relay starten, was aber die ramponierte Nase von Luki und ein medizinischer Befund dazu verhinderte.

Wichtig ist es nun nach der Rückreise in die Heimat den Jetlag so schnell als möglich zu verarbeiten, und den Heilungsprozess der Nase zu beschleunigen da in eine Woche mit Karlsbad das nächste Rennen zu Absicherung des sehr guten Platzes im Olympiaranking ansteht.

Interviews zum Rennen  – Youtube:

Lukas Hollaus >

Coach Anton Kesselbacher >

2019-08-20T13:56:27+00:00 Lukas Hollaus, Team|